Die Energieversorgung der Zukunft erfordert moderne und leistungsfähige Infrastruktur!
Aus diesem Grund wird die bestehende Fernwärmeleitung in der Wienerstraße umfassend erneuert und an die steigenden Anforderungen angepasst. Das Projekt umfasst eine Gesamtlänge von rund 650 Metern und wird in zwei Bauabschnitten umgesetzt.
Der erste Bauabschnitt ist für den Zeitraum Mai bis September 2026 geplant und betrifft die Bereiche:
- Toni-Schruf-Gasse (Stadtplatz 12 bis zur Brunnenanlage)
- Wienerstraße 66 bis Wienerstraße 90
Der zweite Bauabschnitt folgt im Sommer 2027 und erstreckt sich über die Wienerstraße 36 bis Wienerstraße 64.
Was wird umgesetzt?
Im Zentrum des Projekts steht die Erneuerung der bestehenden Fernwärmeleitung. Die alte Leitung wird vollständig demontiert und durch eine neue, leistungsstärkere Leitung ersetzt. Darüber hinaus werden im Zuge der Bauarbeiten mehrere zukunftsorientierte Maßnahmen umgesetzt:
- Ausbau der bestehenden Glasfaserinfrastruktur (LWL)
- Schaffung neuer Voraussetzungen für den Ausbau der E-Mobilität
- Verstärkung der Niederspannungsversorgung
Warum ist die Erneuerung notwendig?
Die bestehende Fernwärmeleitung stammt aus dem Jahr 1983 und hat ihre geplante Lebensdauer bereits überschritten. Mit der Modernisierung werden gleich mehrere Ziele verfolgt: Die Versorgungssicherheit wird erhöht, indem ungeplante Grabungsarbeiten infolge von Rohrbrüchen künftig vermieden werden. Gleichzeitig sorgen moderne, hochgedämmte Leitungen für eine deutliche Reduktion der Wärmeverluste. Darüber hinaus wird das Netz an die zukünftigen Anforderungen einer nachhaltigen und leistungsfähigen Energieversorgung angepasst. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Vergrößerung der Leitungsdimension von DN 100 auf DN 150, wodurch die Transportkapazität deutlich erhöht wird.
Damit wird die Grundlage geschaffen, um die Biomasseversorgung im Heizwerk Wienerstraße weiter auszubauen und den Anteil erneuerbarer Energien im Fernwärmenetz langfristig auf 95 bis 100 % zu steigern.
Wissenswertes
Was bedeutet DN 150?
Biomasse als Energiequelle
Mitverlegung spart Kosten und Aufwand
Wenn mehrere Infrastrukturen (Strom, Glasfaser, Fernwärme) gleichzeitig erneuert werden, müssen Straßen nur einmal geöffnet werden – das reduziert Bauzeit, Kosten und Belastungen für Anrainer.



